 Konzert am Herd" wird nach kurzer Ratlosigkeit in die Christuskirche verlegt. Mitmachlieder begeistern.
Das Kinderprogramm lief gerade erst ein paar Minuten, da begann am Sonntagnachmittag der heftige Platzregen. Alles sah danach aus, als müsste das „Konzert am Herd" abgebrochen werden. Doch dann zogen „Zaches und Zinnober" kurzentschlossen mit den Besuchern in die Christuslurche um.
PLETTENBERG • Bis zum Nachmittag war es trotz des bedeckten Himmels ein herrlich warmer und trockener Sommertag. Gut gelaunt kamen am Sonntag zahlreiche Familien um 16.00 Uhr zur Christuskirche. Für das Kinderprogramm zum Kultursommer waren auf dem Platz vor dem Hauptportal der Kirche Bänke aufgestellt worden. Gespannt warteten dort Kinder und Erwachsene auf das Kindertheater „Zaches und Zinnober". Das Bremer Ensemble war mit Musikinstrumenten und allerlei Küchenutensilien angereist, um sein Programm „Konzert am Herd" zu präsentieren.
Doch kaum hatten die Sänger ihr Lied „Zucker und Zimt" angestimmt, da öffneten sich die Wolkenschleusen und es regnete in Strömen. Sofort mussten die beiden Künstler das Programm abbrechen und ihre technischen Geräte samt Stromkabel in die Christuskirche hinein retten. Auch das Publikum suchte trockene Plätze, zog sich unter angrenzende Vordächer zurück oder harrte unter mitgebrachten Regenschirmen aus. Zunächst herrschte ein wenig Ratlosigkeit, auch bei „Zaches und Zinnober". Die Künstler berieten sich kurz, dann wurden Keyboard, Verstärker und Küchenutensilien kurzerhand in der Christuskirche aufgebaut. Die Kinder suchten sich begeistert ihre Plätze auf den Kirchenbänken, und schon konnte die Vorstellung weitergehen.
Die Lieder von „Zaches und Zinnober" erzählten von Ameisenstraßen und davon, wie es ist, wenn man für jemanden kocht, den man mag. Als Instrumente kamen dabei neben dem Keyboard auch Saxophon, Ukulele und Kochtopf sowie einige Küchenutensilien zum Einsatz - vom Schneebesen bis zur Kaffeemühle. Das Publikum sparte nicht mit Applaus. Besonders von den Mitmach- und Mitsingliedern waren die Kinder begeistert. Hand- und Armeinsatz waren dabei gefragt.
M. Bornemann , 3.8.2010
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