 Liedermacher geben an der Grundschule Oyten ein Konzert / Wortakrobatik und Poesie
Von unserer Redakteurin Antje Stürmann OYTEN. Zum Fasching hat sich Elke Pawellek für ihre Schüler etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie holte die Liedermacher „Zaches und Zinnober" an die Grundschule Oyten. Und die rissen gestern mit ihrem Konzert „Schräg-Tour 2008" Supermann, Poli-zist, Schmetterling und Sträfling wortwörtlich vom Hocker. Wie eine Welle schwappte die Begeisterung der beiden Musiker ins fröhlich-bunt gekleidete Kinder-Publikum.
Mit einer fetzigen Mischung aus Wortakrobatik, Poesie, aberwitzigen und grotesken Geschichten und virtuoser Musik begeisterten Zaches und Zinnober alias Ralf Siebenand und Michael Zachcial nicht nur die sechs- bis zehnjährigen Jungen und Mädchen, sondern auch die Lehrerinnen. „Toll", staunte eine, während sie kräftig in die Hände klatschte. „Super", war auch die einhellige Meinung der rund 230 Schüler. „Schöne Schuluniformen habt ihr da an", begrüßte Herr Zaches die Kinder, die sich natürlich kaputt lachten über die scheinbare Unwissenheit des lustig gekleideten Mannes auf der Bühne. Es dauerte nur Minuten, bis Zaches und Zinnober das erste ihrer genialen Stücke voller Witz und Poesie zum Besten gaben. „Zucker und Zimt" hieß das Lied, bei dem sich alles rund um die vielfältigen und unmöglichen Verwendungsmöglichkeiten der zwei Stoffe drehte. Das junge Publikum ließ sich nicht lange bitten, schnippte mit, sang wenig später den Refrain mit und lernte im Fluge den „original Indianergruß: How". Der ohrenbetäubende Applaus der Kinder - für Herrn Zaches, der sogar eine ganze CD voller Applaus hat, die schönste Sache der Welt. Mehr davon bekamen die beiden Liedermacher für Stücke wie „Drachen fressen keine Indianer", das Lied vom „Mann, der die Suppe in die Tüte tut" und die musikalische Erzählung vom starken, schlauen Ritter, dessen Schrei sogar eine Wand zum Wackeln bringt - den aber eine kleine Biene und 1000 Mücken fast außer Gefecht setzen. Die Oytener Grundschüler zeigten sich von derlei intelligentem Sprachwitz „total angetan", wie es eine Lehrerin formulierte. So wussten die achtjährige Marie und die siebenjährige Jacqueline gar nicht, welches Lied ihnen am besten gefiel. „ Das ist alles so lustig", lautete Maries Kommentar zu dem ungewöhnlichen Faschings-Höhepunkt. Orden'lich mitgeklatscht hat auch die zehnjährige Lena und Josi meinte: „Gut, dass Frau Pawelleck das organisiert hat."
Achimer-Kurier vom 6.2.2008
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