 Die Herren Zaches und Zinnober haben Pommes zum Mitsingen im Programm
"Dumbadada-dumm - das fängt ja schwierig an", so begrüßt Herr Zaches die Zuschauer auf dem Münsterkirchplatz: „Man muss ja schnippen können.“ Lautmalerische Texte, bildhafte Erzählungen zum Mitklatschen oder Mittanzen - von Anfang an brachte das Duo Zaches und Zinnober bei sommerlichen Temperaturen Eltern und Kinder in Schwung. „Schräg“ hieß der Titel des Programms, mit dem die Musiker in der Reihe „Eins, zwei Bühne frei! - Spettacolo Teatrale für Kinder" in Herford gastierten.
Seit vielen Jahren spielen Zaches und Zinnober Lieder für Kinder, die raffinierter und weniger albern sind als viele andere. Mal klären sie die Verwechslung von Kriegsgeschrei und Begrüßung bei den Indianern auf und verraten, warum Indianer keine Angst kennen: „Drachen fressen keine Indianer, deswegen haben Indianer keine Angst." So ist das also.Dann wieder wenden sie sich ihren Lieblinsgbeschäftigungen zu: Essen und darüber singen. Herr Zaches: „Ich find, am besten nimmt man zu allem Zucker und Zimt".
Dann stimmt er mit Herrn Zinnober die Hymne auf das beste Essen der Welt an, nämlich „Pomm, Popopopo-pom Pomm, Pomm, Pomm, Popopo, Pomm Frittes." Die sind nicht nur lecker, sondern lassen sich auch hervorragend mitsingen. Pommes waren zwar noch nicht erfunden als Ritter Kunibert durch die Lande zog. Doch die Geschichte vom armen Krieger, der sich nach und nach seine Rüstung zusammen kauft und dann erkennt, dass er sie für den Kampf mit dem Drachen gar nicht braucht, war komisch und spannend zugleich.
Am Ende wurde es dann gefährlich: „Klabautermann! Kla! Bau! Ter! Mann!" erscholl es unterm Münsterturm. Der Bösewicht wurde vertrieben, doch am Ende tauchten Piraten mit Keschern aus grünem Netz auf. Die sammelten die Schätze der Zuschauer: Es hieß, die seien für´s Spettacolo im kommenden Jahr. Ginge es nach den Zuschauern am Sonntag, wären die Herren Zaches und Zinnober wohl wieder dabei.
Ralf Bittner, Neue Westfälische Herford, 31. 7. 2006
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